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Pelztierfarmen
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Die Farmhaltung von Pelztieren begann
vor 130 Jahren mit Polarfüchsen, vor 100 Jahren mit Silberfüchsen
und vor 85 Jahren mit Nerzen. Pelztiere aus Farmen, ob Nerze oder
Füchse, sind somit mehr als 50 beziehungsweise 80 Generationen in menschlicher
Obhut. Farmtiere sind keine Wildtiere, und der Mensch ist eine Bedingung
ihres Daseins. Wie zu Beginn sind auch heute die
Farmen in überwiegender Anzahl Familienbetriebe des bäuerlichen
Gewerbes. Oft ist die Haltung von Nerzen und Füchsen nur ein
Teil der |
landwirtschaftlichen Nutztierhaltung eines
solchen Familienbetriebes. Allein in Skandinavien haben etwa 10'000
Familien ihr Auskommen durch Farmhaltung von Nerz und Fuchs.
In den meisten Gegenden mit Pelztierfarmen
ist Landwirtschaft im mitteleuropäischen Stil gar nicht möglich.
Vielfach handelt es sich um landwirtschaftliche Randgebiete. Oder die
Landwirte würden
– wie andere auch
– weitere Überschüsse an Produkten
liefern. Mit der Pelztierhaltung verfüttern sie Fisch- und Schlachtabfälle,
die für Menschen ungeniessbar sind, um ein begehrtes Naturgut zu
gewinnen. Dies im übrigen ohne Subventionen aus der EU-Agrarkasse.
Pelztierfarmen mit Bedeutung für den
europäischen Markt sind in Kanada, USA und vor allem in Skandinavien.
In diesen Ländern ist eine gute, dem Schutz der Tiere angemessene
Gesetzgebung gewährleistet. In Nordamerika wie in Skandinavien
hat sich ein hoher Standard entwickelt, um Pelztiere sowohl wirtschaftlich
wie auch artgerecht zu halten. Dieser Standard wird in allen beteiligten
Ländern ständig überwacht und wenn nötig verbessert.
Sowohl Veterinäre und Ethologen an Universitäten wie auch
engagierte Tierschutzorganisationen arbeiten mit den Farmern zusammen
– zum Schutz und Wohlbefinden der Pelztiere.
Forschung für
das Wohlbefinden
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Seit über 25 Jahren sind Nerze
und Füchse in Farmen Gegenstand intensiver biologischer Forschung.
Schwerpunkt ist Skandinavien. Nach Prof. Heller von der Universität
Kopenhagen lässt sich das Wohlbefinden der Farmtiere nicht
vom Gefühl (des Menschen) beurteilen. Forschungsergebnisse
hingegen belegen das Wohlbefinden der Tiere in Farmen. Weder Gehegegrösse
noch die aus Hygienegründen eingeführten Drahtgeflechtböden
haben nach seinen Erkenntnissen einen nennenswerten |
Einfluss auf das Stressverhalten. Wichtig
allerdings sei die (vorgeschriebene!) Nestbox, in die sich die Tiere
zurückziehen können, und in der zum Beispiel die Nerze 72 Prozent ihrer Zeit
verbringen.
Domestizierung
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In genetischen Änderungen von
Generation zu Generation und durch milieuabhängige Abweichungen
im Lebensverlauf des einzelnen Tieres zeigt sich die Domestizierung.
Unter Zuchtbedingungen treten Veränderungen ein durch bewusste
Auswahl geeigneter Tiere sowie durch natürliche Auslese, da
Tiere mit der besten Anpassung an die Farmbedingungen die höchste
Nachwuchsrate haben. Für Eigenschaften wie Furcht vor Menschen,
Aggression oder Neugierde sind bei Nerzen bereits nach zwei bis drei Generationen
statistisch signifikante |
Änderungen
festzustellen. Studien über Stressverhalten bei Nerzen geben keinerlei
Hinweise auf Langzeitstress und damit auf mangelhaft verlaufene Domestizierung.
Futter
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Die Anforderungen an das Futter sind,
was Frische und Keimbefall angeht, sehr hoch. Meist wird das Futter
in zentralen Futterküchen hergestellt und zu den Farmen geliefert.
Die Zusammensetzung variiert nach Jahreszeit und Standort. Ein
„durchschnittliches“ Nerz- oder Fuchsfutter besteht aus ca. 40 Prozent Fisch (Abfälle
aus Fischfang u. Verarbeitung), ca. 20 Prozent Fleisch (Schlachtabfälle
und nicht bankfähige Fleischstücke), zehn Prozent Cerealien (Korn,
altes Brot, Kartoffelabfälle), 10 Prozent Kraut und Gemüseabfälle
sowie 20 Prozent Wasser. |
Gute Tierhaltung ist Voraussetzung
für wirtschaflichen Erfolg
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Heute gelten die auf Farmen gehaltenen
Pelztiere als die am besten gepflegten Haus- und Nutztiere. Gute
Pflege, angemessene Gehege und veterinärmedizinische Überwachung
sind, neben dem guten Umgang mit den Tieren, die Voraussetzungen für
den Erfolg der Pelzfarmer. Erfolgreiche Pelztierzucht erfordert
ein hohes Mass an täglicher Aufmerksamkeit und Zuwendung. Die
führenden Veterinäre sind sich einig, dass nur Tierfreunde
und Tierkenner unter den Landwirten sich in diesem Beruf behaupten.
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Das ist keineswegs idealisierend gemeint.
Pelztierfarmer wissen, was jede Haustierhaltung bestätigt: Einzig
gut gehaltene, gesunde und gepflegte Tiere haben ein schönes, dichtes
Fell. Und nur dies bringt dem Farmer den gewünschten wirtschaftlichen
Erfolg.
Sie erhalten noch
mehr Informationen zu diesem Thema bei:
- Saga Furs www.sagafurs.com
- IFTF www.iftf.com/farming.html
- oder direkt bei uns: info@swissfur.ch
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